Am 9. und 10. November spendete Domkapitular em. Wolfgang Sauer 100 Jugendlichen aus unserer Kirchengemeinde das Sakrament der Firmung. Die intensiven Momente der Firmung spiegelten die vielen intensiven Erfahrungen, die es im Lauf der Firmvorbereitung gab. In dieser Meldung gibt es einen Rückblick auf beides.
Rückblick auf die Firmvorbereitung
Seit März 2024 haben sich die jungen Menschen auf den Weg gemacht, um sich auf das Sakrament vorzubereiten. Leitmotiv waren die drei Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Der Weg hatte mehrere Etappen, verschiedene Bausteine bildeten die Vorbereitung. Eine erste Intensivphase war rund um Ostern, wo es alternativ gestaltete Angebote gab, die viele Jugendliche mit dem Geheimnis von Ostern in Berührung brachten. In der weiteren Zeit bis zum Sommer fanden die meisten Projekte statt: „BegegnungsZeit“ – hier stand die Gemeinschaft untereinander und der Kontakt mit Gott im Mittelpunkt. In der „TalentZeit“ konnten die Jugendlichen neues ausprobieren oder sich einfach engagieren für eine gute Sache. So viel wir als Verantwortliche erleben konnten, waren es immer wieder bereichernde Erfahrungen, voller Inspiration, Gemeinschaft und Freude. Wir durften Begeisterung, Gottes guten Geist immer wieder spüren – gerade auch bei denen, die ein Projekt selbst durchgeführt haben. Zwischendurch wurden Themen des Glaubens über kleine Impulse aufs Handy oder per Mail geschickt. Ein eigenes Firmheft war dann der rote Faden durch diese unterschiedlichen Elemente.
Im Oktober folgte eine Phase der konkreten Vorbereitung auf den Empfang des Sakraments. Letzte Projekte wurden noch durchgeführt. In Sandhausen feierten wir einen Gottesdienst mit allen Firmanden der neuen Pfarrei St. Aegidius. Eine schöne Erfahrung mit 250 Jugendlichen, bei der das Firmmotto und Logo „Glaube, Hoffnung und Liebe“ im Mittelpunkt stand. Im Workshop „Basics“ erfuhren die FirmbewerberInnen die wesentlichen Inhalte zur Firmung, den Ablauf und setzen sich auch mit dem Thema „Heiliger Geist“ auseinander. Im Entscheidungsgottesdienst am 20. Oktober in der Dreifaltigkeitskirche in Wiesloch stand das „Ja“ zur Firmung im Mittelpunkt. Ein Einzelgespräch mit einer Person aus dem Seelsorgeteam bildete den Abschluss und hatte eine Standortbestimmung zum Ziel: wo stehe ich jetzt? Welche Erfahrung nehme ich aus der Vorbereitung ganz besonders mit?
Jede/r Jugendliche hat seine wichtigste Erfahrung notiert ...
Viele haben beigetragen ...
Ein besonderer Dank geht an alle, die die Firmvorbereitung mitgetragen haben, bei Projekten, bei Workshops, Veranstaltungen, usw. Ganz besonders bei denen, die im Kernteam mitgedacht und überlegt haben und noch weitere Einsätze hatten: Johanna und Franziska Dörre, Katharina Predmerski, Lukas Bender, Beate Ringel, Alenka Sautner und Frank Schmid. Bei den Basics haben sich neben schon Genannten auch Uli Baader und Francisca do Nascimento Ohlsen eingebracht. In Kooperation mit Beate Breuer-Kreutzer gab es zwei Eltern- und Patenabende, in Präsenz und digital, die sehr gut ankamen. Alle genannten waren bei Projekten aktiv, und darüber hinaus haben sich noch eine Vielzahl weiterer Personen und auch Gruppen in Projekten eingesetzt: Das Team aus Dielheim rund um das Firmwochenende; Ministranten aus St. Augustinus mit drei Projekten (Firmvorbereitung for Future, die 72Stunden-Aktion, die Tage in Freiburg), die Kolpingfamilie Wiesloch mit ihrer Kanutour; Nova Cantica und der Kirchenchor Dielheim waren ebenfalls offen für Jugendliche; im Tierpark Balzfeld und auf dem Hohen Berg in Horrenberg gab es ebenfalls Projekte. Dazu noch Fahrten zum Begegnungsforum „Tasting“, zur Fazenda de Esperanza, nach Taizé. Die Ministranten von Balzfeld/Horrenberg und von Dielheim haben eingeladen zum „God2Gether“. Und es gab Projekte in Kooperation mit den Seelsorgeeinheiten Leimen-Nußloch-Sandhausen und Letzenberg. Es ist eine große Vielfalt gewesen, die sich in ein paar Sätzen kaum darstellen lässt (eine Darstellung, die sicher auch einige Lücken hat – bitte um Verzeihung!).
Schön war auch, dass wir im Gebet begleitet wurden. Die BeterInnen-Gruppe um Wilma Schmidts hat seit der Firmeröffnung für die jungen Menschen gebetet. Ein großes Danke auch für diesen wichtigen Dienst.
Dankbar sind wir auch für die Unterstützung aus unseren Pfarrbüros. Unsere Sekretärinnen, ganz besonders Frau Ute Schmidt (bis zu ihrer Rente) und dann Frau Teresa Schmitt, haben viele "Standardaufgaben" (Anmelden, Listen führen, Briefversand, ...) übernommen. Und die Eintragung aller Firmungen und der Versand der Bescheinigungen in Pfarrämter in der ganzen Welt war nochmals eine große Aufgabe. Herzlichen Dank!!!
Und dann: die Firmgottesdienste
Am 9. und 10. November fanden in unserer Kirchengemeinde die Firmgottesdienste statt. Es waren bewegende Momente. Ganz besonders natürlich die Firmspendung selbst. Domkapitular em. Wolfgang Sauer nahm sich für jede Firmandin und jede Firmanden Zeit. Ein kurzes Gespräch, eine intensive Begegnung durch Handauflegung und Salbung: unsere Jugendlichen dürfen sich so von Gottes Geist bestärkt wissen. Wer in die Gesichter der jungen Menschen schauen konnte, wird bestätigen: der Moment war stark! Wer um diese Momente weiß, wird Verständnis dafür haben, dass die Gottesdienste relativ lang gedauert haben. Ein großes Dankeschön deshalb an den Firmspender Domkapitular Sauer.
Ergänzend zum Dank für die Vorbereitung gilt es, denen zu danken, die zu den eindrücklichen Gottesdiensten beigetragen haben. In beiden Gottesdiensten haben viele Menschen im Hintergrund, ganz besonders in der Sakristei, gewirkt. Für diese Gruppe stehen Frau Gisela Rekus in Wiesloch und Herr Dieter Bieberle in Dielheim. Auch die liturgischen Dienste haben den Gottesdienst bereichert, die LektorInnen mit den Texten während der Firmspendung, die Kommunionausteilenden bei der Vielzahl an TeilnehmerInnen, die Ministranten mit der kompetenten Ausführung ihres Dienstes.
Freuen durften wir uns in beiden Gottesdiensten über die beeindruckende Musik: in Dielheim der Kirchenchor unter der Leitung von Hyunsik Shin, mit Patrick Fichtner an der Orgel und Johanna Berlinger an der Querflöte. In Wiesloch der Chor „Nova Cantica“ unter der Leitung von Martin Ritz. Beide Chöre bringen ihre ganz eigene besondere und wunderbare Art ein. Ein großes Dankeschön!!!
So freuen wir uns jetzt mit unseren 100 gefirmten Jugendlichen. Möge Gott sie mit seiner Kraft weiter im Leben begleiten. Möge Gott Ihnen die Inspiration dafür schenken, ihre Berufung als Christin / als Christ in der Kirche und in all den großen und kleinen Gemeinschaften unserer Gesellschaft einzubringen.